Umgebungswärme

UMGEBUNGSWÄRME

Home ERNEUERBARE ENERGIEN UMGEBUNGSWÄRME

UMGEBUNGSWÄRME (WÄRMEPUMPE)

Wärmepumpenanlage1857 begann in der oberösterreichischen Saline Ebensee die Geschichte der Wärmepumpe als „Dampfpumpe“ zur Nutzung der Abwärme aus dem Eindampfprozess der Salzsohle. Das Prinzip der Wärmepumpe ist dabei denkbar einfach und mit der Funktionsweise eines Kühlschranks vergleichbar. Während im Kühlschrank ein Kältemittel dem Inneren Wärme entzieht und über Kühlrippen an der Rückseite an die Umgebung abgibt, entzieht der Kältemittelkreislauf einer Wärmepumpe der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser die sogenannte Umgebungswärme. Die so gewonnene Wärme wird von der Wärmepumpe auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und kann dann zum Heizen oder zum Erhitzen von Warmwasser genutzt werden. Eine gut geplante und vor allem gut ausgeführte Wärmepumpe kann aus 75 bis 80% Umgebungswärme 100% nutzbare Wärme erzeugen. Die Differenz zwischen Umgebungswärme und nutzbarer Wärme muss jedoch als Antriebsenergie für den Verdichter der Wärmepumpe in Form von Strom oder Gas zugeführt werden. Damit eine Wärmepumpe auch tatsächlich einen Vorteil für den Klimaschutz bringt, muss daher der Anteil der Antriebsenergie möglichst gering bleiben. Oder anders ausgedrückt, es muss die sogenannte Jahresarbeitszahl möglichst hoch sein. Die Jahresarbeitszahl beschreibt dabei das Verhältnis zwischen der im Jahresverlauf erzeugten Wärme und der zugeführten Antriebs- und Hilfsenergie. Je nach Wärmequelle und Heizungssystem können im Gebäudebereich Jahresarbeitszahlen zwischen 3 und 5 erreicht werden, wobei Wärmepumpen vor allem dann effizient arbeiten, wenn die Wärmeabgabe über eine Niedertemperaturheizung, wie zum Beispiel Fußboden- oder Wandheizung, erfolgt. Wärmepumpen sind daher vor allem im Neubau oder bei umfassenden thermischen Sanierungen von Gebäuden ein Heizungssystem mit Zukunft.

Schriftgröße A A A

Sprachen deutsch

englisch

Mehr zum Thema

Landeshauptstadt Innsbruck
A-6020 Innsbruck
Maria-Theresien-Straße 18

Telefon: +43 512 5360 5149
post.verkehrsplanung.umwelt@innsbruck.gv.at