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Das EU-Projekt SINFONIA (Smart INitiative of cities Fully cOmmitted to iNvest In Advanced large-scaled energy solutions) hat es sich zum Ziel gesetzt, in den beiden Pionierstädten Innsbruck und Bozen durch qualitativ hochwertige Sanierungen sowie innovative Energiekonzepte den Energiebedarf um 40-50% zu senken, den Anteil an Erneuerbaren um 20% zu steigern und den CO2-Ausstoß um 20% zu reduzieren. Dafür stehen in Innsbruck ca. 12 Millionen Euro an EU-Förderungen zur Verfügung. Weitere Investitionen in Höhe von rund 100 Millionen Euro sollen in diesem Zusammenhang regional ausgelöst werden. Das Projekt SINFONIA startete im Juni 2014 und wird 2019, nach fünfjähriger Laufzeit, abgeschlossen werden.

Im Osten des Innsbrucker Stadtgebietes entsteht der sogenannte SINFONIA-District. In diesem Gebiet werden ca. 70.000 m² Wohn- und Nutzfläche – insgesamt elf Wohnanlagen und drei Volksschulen – umfassend saniert. Der Heizwärmebedarf soll dadurch auf durchschnittlich 30 kWh/m²a gesenkt werden. Zusätzlich wird der Anteil an erneuerbaren Energien durch die Installation von Photovoltaikanlagen gesteigert. In ausgewählten Wohnungen und Klassenzimmern werden nach Abschluss der Sanierungsarbeiten, zur Evaluation der durchgeführten Maßnahmen, über einen bestimmten Zeitraum Temperatur, Luftqualität und Energieverbrauch gemessen.

Ein weiterer wesentlicher Teil des Projektes SINFONIA betrifft die Umsetzung von intelligent vernetzten Strom- und Wärmenetzen mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien. Damit verbunden ist auch gleichzeitig die Einbindung von zusätzlichen, auf erneuerbaren Energien basierenden, Energieerzeugern. Ein Beispiel dafür ist die Kläranlage Rossau: Diese wird zur Energiezentrale ausgebaut und liefert somit Wärme und Elektrizität, sowie Aktivkohle und Ersatzbrennstoffe. Die erzeugte Energie wird neben der Deckung des Energiebedarfs der Kläranlage selbst, auch für das naheliegende Hallenbad Olympisches Dorf sowie das See-Restaurant am Baggersee „deck47“ verwendet. Folgende Technologien kommen am Areal der Kläranlage zur Anwendung: Holzvergasung, Kraft-Wärme-Kopplung, Klärschlammtrocknung, Wärmerückgewinnung und Photovoltaik.

Die entwickelten Stadtteil- und Sanierungskonzepte der beiden Demonstrations-Städte Innsbruck und Bozen sollen in einem nachfolgenden Schritt als Musterbeispiele auf die fünf sogenannten "Early Adopter Cities" – die Erstanwender-Städte – umgelegt werden. Darüber hinaus sind weitere Städte als Beobachter ebenfalls Teil des Projektes und an einer künftigen Umsetzung interessiert. Sie werden als "Replication Cluster Cities" bezeichnet.

DEMO CITIES:

  • Innsbruck (A)
  • Bozen (I)

 

EARLY ADOPTER CITIES:

  • Rosenheim (D)
  • La Rochelle (F)
  • Sevilla (ES)
  • Paphos (CY)
  • Boras (SE)

 

REPLICATION CLUSTER CITIES:

  • Kristiansand, Arendal (N)
  • Lahti (FL)
  • Mödling (A)
  • Moura (PT)
  • Peterborough, Belfast (E)
  • Rovereto, Trento (I)
  • San Sebastian, Tudela (E)
  • Marseille, Nizza (F)
  • Budweis (CZ)
  • Etc.

 

 

Sinfonia Karte Europa

An der Spitze des Projektes SINFONIA, und somit für die übergeordnete Organisation verantwortlich, steht das Projektkoordinationsbüro RISE (Research Institutes of Sweden). Dieses hat zusätzlich zur internen Koordination der Arbeitspakete (Work Packages – WPs) auch die direkte Kommunikation mit der Europäischen Kommission und dem für SINFONIA zuständigen EU-Projekt-Officer inne.

Alle SINFONIA-Partnerinnen und Partner der Pilotstadt Innsbruck werden von der Standortagentur Tirol koordiniert. Diese ist zuständig für eine reibungslose Zusammenarbeit in Innsbruck und den Austausch auf regionaler Ebene unter den Arbeitspaketen. Ebenfalls ist die Standortagentur zuständig für den Kontakt und die Kooperation mit Bozen, der zweiten Pilotstadt des Projektes SINFONIA.

Das Projekt SINFONIA ist insgesamt in zehn verschiedene Arbeitspakete (Work Packages – WPs) untergliedert, wobei die beiden Hauptarbeitspakete die Demonstrationen in Innsbruck (WP 7) und Bozen (WP 8) darstellen. Leiterin des WP 7 ist die Landeshauptstadt Innsbruck, welche die Umsetzungen in Hinblick auf die Erfüllung der im Antrag eingebrachten Ziele in Innsbruck koordiniert und auf eine enge Kooperation der involvierten Projektbeteiligten achtet. Die wichtigsten Umsetzungspartner und -partnerinnen in Innsbruck sind dabei neben den beiden Wohnbauträgern IIG und NHT die IKB und die TIGAS. Wissenschaftlich begleitet und mit Know-How unterstützt werden diese Maßnahmen von der Universität Innsbruck, alpS GmbH und dem Passivhaus Institut Innsbruck.

Das Projekt SINFONIA wird gemäß der Finanzhilfevereinbarung Nr. 609019 im Zuge des Siebten Rahmenprogramms der Europäischen Union für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration gefördert.

 

 

 

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