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SINFONIA (Smart INitiative of cities Fully cOmmitted to iNvest In Advanced large-scaled energy solutions)

Das EU - Projekt "SINFONIA" ist das größte Smart-City-Projekt Österreichs. Es hat sich zum Ziel gesetzt, in den Pionierstädten Innsbruck und Bozen durch hochqualitative Sanierungen sowie innovative Energiekonzepte den Energiebedarf um 50% zu senken, den Anteil an erneuerbaren Energien um 30% zu heben und den CO2-Ausstoß um 20% zu reduzieren. Dafür stehen in Innsbruck bis zu 12,1 Millionen Euro Förderung der Europäischen Kommission zur Verfügung. Weitere Investitionen in Höhe von rund 100 Millionen Euro sollen regional ausgelöst werden.

Im Osten des Innsbrucker Stadtgebietes entsteht der so genannte SINFONIA-District, wo bis Ende 2017 ca. 70.000 m² Wohn- und Nutzfläche energieeffizienter gestaltet werden. In ausgewählten Wohnungen dieses "Smart Districts" sollen über einen gewissen Zeitraum Temperatur, Energieverbrauch und Luftqualität gemessen werden, um den Mietern ihr ideales Kälte-, Wärme- und Strom-Profil zeigen zu können. Weitere Maßnahmen, um den Anteil an erneuerbaren Energien zu steigern, sind beispielsweise die Installation von Photovoltaikanlagen oder die Verwendung von Wärmepumpen. Die umfassende Sanierung der Wohnanlage hat das Ziel, den Heizwärmebedarf auf durchschnittlich 30 kWh pro m² pro Jahr zu senken.

Ein weiterer wesentlicher Teil des Projektes ist der geplante Ausbau der Kläranlage Rossau zur Energiezentrale Innsbruck, wo in Maßnahmen investiert werden soll, die den Anteil an erneuerbaren Energien deutlich steigern. Schwerpunkte bilden hier vor allem die Erzeugung von Wärme (jährliche Wärmeenergie ~ 23 GWh) und Elektrizität (jährliche elektrische Energie ~6,5 GWh) sowie Aktivkohle, Phosphor und Ersatzbrennstoffe. Die erzeugte Energie soll nicht nur für das naheliegende Hallenbad Olympisches Dorf verwendet werden, sondern auch für das neu geplante Restauraunt am Baggersee und für die Deckung des Energiebedarfs am Gelände der Kläranlage selbst. Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, ist der Einsatz folgender Technologien geplant: Wärmepumpe, Photovoltaik, Abwärmenutzung, Kraft-Wärme-Kopplung, Holzvergasung, Phosphorrecycling und Klärschlammtrocknung. An der Konkretisierung weiterer Maßnahmen wird in Innsbruck derzeit noch von den Partnern gearbeitet.

Das Projekt SINFONIA startete im Juni 2014 und wird 2019 abgeschlossen werden.

Die entwickelten Stadtteil- und Sanierungskonzepte sollen vorerst als Musterbriefbeispiele auf die sogenannten "Early adopter cities" umgelegt werden. Darüber hinaus sind weitere Städte "Replication cluster cities" als Beobachter ebenfalls Teil des Projektes und an einer künftigen Umsetzung interessiert.

DEMO CITIES:

  • Innsbruck (A)
  • Bozen (I)

 

EARLY ADOPTER CITIES:

  • Rosenheim (D)
  • La Rochelle (F)
  • Sevilla (ES)
  • Paphos (CY)
  • Boras (SE)

 

REPLICATION CLUSTER CITIES:

  • Kristiansand, Arendal (N)
  • Lahti (FL)
  • Mödling (A)
  • Moura (PT)
  • Peterborough, Belfast (E)
  • Rovereto, Trento (I)
  • San Sebastian, Tudela (E)
  • Marseille, Nizza (F)
  • Budweis (CZ)

Sinfonia Karte Europa

Anhand des Organigramms werden die Struktur und der Aufbau der Projektorganisation verdeutlicht. An der Spitze steht das Projektkoordinationsbüro SP (Technical Research Institut of Sweden), welches neben der internen Koordination der Arbeitspakete (WPs) auch die direkte Kommunikation mit der Europäischen Kommission und dem SINFONIA zuständigen EU-Projekt-Officer innehat.

Alle SINFONIA-Partnerinnen und Partner der Pilotstadt Innsbruck werden von der Standortagentur Tirol koordiniert. Diese ist zuständig für eine reibungslose Zusammenarbeit der Projektpartnerinnen und Projektpartner und den Austausch auf regionaler Ebene unter den Arbeitspaketen. Ebenfalls ist die Standortagentur zuständig für den Kontakt und die Kooperation mit Bozen, der zweiten Pilotstadt des Projektes SINFONIA.

Wie dem Organigramm zu entnehmen ist, ist das ganze Projekt in zehn Arbeitspakete untergliedert, wobei die beiden Hauptarbeitspakete die Demonstrationen in Innsbruck (WP 7) und Bozen (WP 8) darstellen. Leiterin des WP 7 ist die Landeshauptstadt Innsbruck, welche die Umsetzungen in Hinblick auf die Erfüllung der im Antrag eingebrachten Ziele in Innsbruck koordiniert und auf eine enge Kooperation der involvierten Partnerinnen und Partner achtet. Die wichtigsten Umsetzungspartner und -partnerinnen in Innsbruck sind dabei neben den beiden Wohnbauträgern IIG und NHT, die IKB und die TIGAS. Wissenschaftlich begleitet und mit Know-How unterstützt werden diese Maßnahmen von der Universität Innsbruck, alpS GmbH und dem Passivhaus Institut Innsbruck.

Die internationale Zusammensetzung von SINFONIA, die sich bis in die kleinsten Organisationseinheiten des Projektes widerspiegelt, stellt zwar einerseits eine große Herausforderung dar, jedoch ist diese Zusammenarbeit andererseits auch eine große Bereicherung und ein Mehrwert für alle Partnerinnen und Partner.

Organigramm IKB - Partner

 

 

Das Projekt Sinfonia wurde gemäß der Finanzhilfevereinbarung Nr. 609019 im Zuge des Siebten Rahmenprogramms der Europäischen Union für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration gefördert.

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